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Herz und Kreislauf

August 20

In der westlichen Welt stellen Herzerkrankungen die häufigste Todesursache dar: Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen.

 

Die moderne Ernährung beinhaltet mehr Kalorien, Fette und Zucker, als wir im täglichen Leben verbrauchen. Dies hat die zunehmend verbreitete Erhöhung von Zucker- und Cholesterinspiegeln im Blut zur Folge.

 

Die Abbauprodukte von tierischem Fett und Eiweiß aus der Nahrung haben weiters eine entzündliche Wirkung auf die Arterien und führen zu Plaquebildung und Arteriosklerose (sprich Verkalkung) in den Gefäßen.

 

Zudem ist der Abbau von Stresshormonen durch körperliche Bewegung oft massgeblich eingeschränkt.

 

Signifikant schädigend ist natürlich auch Rauchen.

 

All diese Faktoren beeinträchtigen die Gefäss-Fitness, welche ein Mass für die Flexibilität der Arterienwände darstellt. Jegliche Kombination dieser Einflüsse fördert die Entstehung von Herz- und Kreislauferkrankungen sogar exponentiell. 

 

Die Einflüsse auf die Gefäßwände führen zu Hypertension, ‘Bluthochdruck’, einer Erhöhung des Blutdruckes über den Normalwert von 130/80mmHg. Aus den Nieren werden blutdruckerhöhende Substanzen ausgeschüttet (Renin-Angiotensin Mechanismus). Durch Veränderungen der Herzkranzgefäße ist weiters die Blutversorgung des Herzmuskels direkt beeinträchtigt.

 

Eine Dauerbelastung für das Herz ist die Folge.

 

Je besser ein Herzmuskel durch körperliche Aktivität trainiert ist, desto stärker wird er. Dadurch kann das Herz mehr leisten und folglich im Ruhezustand langsamer schlagen. Die Gesamtzahl der Herzschläge aller Menschen scheint mehr oder weniger konstant - etwa 2,5 Milliarden in einem Menschenleben. Ein erhöhter Ruhepuls kann evtl. Hinweis auf ein erhöhtes Risiko zur Entstehung einer Herzerkrankung bedeuten. Am Morgen vor dem Aufstehen gemessen, sollte der Ruhepuls ca. 60 Schläge pro Minute betragen. Ein Ruhepuls von 90 Schlägen pro Minute ist rein statistisch mit einem 5-fachen Risiko eines plötzlichen Herztodes verbunden.

 

Ein weiteres Maß für die Gesundheit des Herzens ist die Pulsschwankung, HRV (aus dem Englischen: heart rate variability). Sie wird heute oft schon von tragbaren Geräten und apps im Freizeitsport gemessen und gilt als je höher, desto gesünder.

 

Die Flexibilität der Arterien und Gesundheit von Zellen allgemein, können durch körperliche Betätigung, einem niedrig gehaltenen Zucker- und Cholesterinspiegel sowie der Reduktion von entzündungsfördernden Abbaustoffen durch einer vorwiegend pflanzlich basierte Ernährung günstig beeinflusst werden.

 

Davon profitiert nicht nur das Herz-Kreislaufsystem, sondern alle Organe, die dann nicht einem erhöhtem Blutdruck und chronischen Entzündungsprozessen ausgesetzt sind.