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Forschung

July 2

Ein verwirrendes Thema in Hinblick auf die über uns hereingebrochene Informationsflut.

 

Nur weil wir etwas im Internet lesen, heisst das leider nicht, dass es auch wahr ist. 

Man könnte sogar meinen, dass uns die Wissenschaft im Stich lässt, da sich selbst Professoren und Experten widersprüchlich äussern.

 

Deshalb lohnt es sich immer, selbst ein bisschen tiefer zu gehen und auf die Quelle von Nachrichten und ‘neuesten Erkenntnissen’ zu achten. Woher stammen diese Informationen? Was sind die Referenzen der entsprechenden Person? Professor welcher Art? Wer hat für die Studie bezahlt? Was versucht man hier zu verkaufen? Ziehen die „Experten“ finanziellen Nutzen daraus, wenn das Studienergebnis in eine bestimmte Richtung weist? Sind sie Vorstandsmitglieder von Unternehmen, die davon profitieren? Wer sind die Sponsoren der Vereinigungen, die Richtlinien herausgeben?

 

Für wissenschaftliche Studien ist derzeit die „randomisierte, doppelblinde, Plazebo-kontrollierte, interventionelle Kohort-Studie” der goldene und somit höchste Standard. 

 

Im Klartext bedeutet das folgendes:

 

Die Zuteilung in die Versuchs- oder die Kontrollgruppe erfolgt auf dem Zufallsprinzip. Die Gruppierung ist für Untersucher, Analytiker und Teilnehmer kodiert und wird erst nach Erhalt der Ergebnisse entschlüsselt. Es findet ein Vergleich mit einer wirkungslosen Substanz, einem Plazebo (‘Zuckerpille’), bzw. einer nicht-aktiven oder nicht ausgesetzten Gruppe statt.

 

Die Ergebnisse werden auf klare Zusammenhänge rück-geprüft. Die Schlussfolgerung lautet dann: der Auslöser hat einen Effekt, das Weglassen des Auslösers führt nicht zum entsprechenden Effekt.

 

Kohorten sind Gruppen mit gemeinsamen Eigenschaften, um Zufallsfaktoren auszuschliessen. Sie müssen gross genug sein, um statistisch relevante Ergebnisse zu erzielen. Die Teilnehmerzahlen in solchen Studien sind gewöhnlich sehr hoch - bis hunderte von tausenden oder sogar mehr. Die Studien können sich über Jahre und Generationen erstrecken.

 

Bei guten Studien werden sogar eventuelle Schwächen oder Fehler erwähnt.

 

Wenn es also um Forschung geht, stellen Sie sich also auch Ihre eigenen Fragen. Und fragen Sie sich dabei immer: Wer profitiert davon am meisten?