General

Fettleibigkeit und Diabetes

September 23

Diabetes ist geprägt durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel, was sich im Körper toxisch auswirkt.

 

Der bei weit häufigere Diabetes Typ 2 tritt üblicherweise in Zusammenhang mit fehlerhafter Ernährung und Fettleibigkeit in zunehmend jüngerem Alter auf.

Weltweit erkrankt im Schnitt alle 5 Sekunden ein Mensch an Diabetes.

 

Der BMI, body mass index, ist ein Mass zur Beurteilung von Übergewicht und gilt zwischen 18.5 und 25kg/m² als normal bzw. gesund. Bei einem Anstieg des BMI von ca. 27 auf 30 verdoppelt sich das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Bei einem BMI über 30 erhöht sich das Risiko gegenüber dem für Normalgewichtige gar auf das Vierfache.

 

Komplikationen von Diabetes sind Krankheiten, die durch Beeinträchtigung der Struktur und Funktion von Zellen und den kleinen Endgefäßen praktisch aller Organen verursacht werden.

 

So kommt es etwa durch die Veränderung der Herzkranzgefäße zu Angina pectoris (Herzschmerzen durch Sauerstoffmangel), Kardiomyopathien (Vergrößerung und Schwächung des Herzens), Rhythmusstörungen und Herzinfarkten (Absterben von Herzmuskelzellen).

 

All diese Krankheiten können zur Herzinsuffizienz führen, einer Pumpschwäche des Herzens. 

 

Unter ‘plötzlichem Herztod’ versteht man die tödliche Erstmanifestation einer Herzerkrankung, also ohne vorausgehende Symptome, was beim Diabetes gar nicht so selten auftritt.

 

Die Aorta, die Hauptschlagader, kann durch Schädigung ihrer Wand mit Bildung eines Aneurysma reagieren, einer Ausdehnung und damit Schwächung der Gefäßwand.

 

Durchblutungsstörungen und die toxische Wirkung auf die Nerven der Gliedmaßen verursachen, Neuropathien mit Veränderungen des Tastsinns und Empfindungsvermögens sowie periphere Gefäßkrankheit mit Geschwüren, Wundbrand, Gangrän und schlussendlich dem Verlust von Gliedmaßen.

 

Die Schädigung der Nieren führt häufig zu Bluthochdruck und im fortgeschrittenem Stadium zu Nierenversagen, welche Dialyse oder, in geeigneten Fällen, eine Transplantation bedingt.

 

Schlaganfälle sind die Antwort des Gehirns auf mangelnde Blut- und Sauerstoffversorgung (ischämischer Schlaganfall) oder das Bersten von Blutgefäßen (hämorrhagischer Schlaganfall).

 

Die Auswirkungen auf die Netzhaut führen zu Retinopathie und Katarakt, was zu Sehverlust bis hin zur Erblindung führt.

 

Die gute Nachricht: Gewichtskontrolle durch Bewegung und vernünftige Ernährung kann die Entwicklung von Diabetes verhindern und sogar rückgängig machen.